Hof und Weingut des Klosters Burbach

Nach der Steuerdeskription des Jahres 1449 ist Reinhard von Burbach in der Gemarkung Oedekoven mit Land und Weingarten belegt, die er an seinen Pächter Kirstgen Morr zur Bewirtschaftung übertrug. Das Geschlecht von Burbach scheint später seinen Besitz in Oedekoven durch eine fromme Stiftung an das Kloster Burbach vermacht zu haben. In späteren Steuerunterlagen erscheint das Adelshaus Burbach nicht mehr. Aber für das Kloster Burbach, das bereits 1449 einige Liegenschaften in der Gemarkung Oedekoven besaß, wird nun ein größeres Liegenschaftsobjekt zur Besteuerung ausgewiesen. Im Jahr 1756 stiftete die Äbtissin dieses Klosters den Einwohnern von Oedekoven einen Bauplatz zur Errichtung einer eigenen Kapelle. Weiterer Besitz verblieb aber beim Kloster.

Neben diesem gestifteten Grundstück am Ende der Ginggasse muss auch der weitere Besitz des Klosters gelegen haben. Nach dem Zusammenbruch des Kurstaates Köln im Jahr 1794 gelangten durch die Säkularisation der geistlichen Güter die Liegenschaften von Kloster Burbach in Oedekoven in die Hand der französischen Domänenverwaltung und wurden öffentlich verkauft. Der Verkauf erfolgte am 21. August 1804. Der Makler Peter Josef Impekoven erhielt als Meistbietender den Zuschlag für 4.575 Franken. Der in Bonn lebende Makler Impekoven hatte so in der näheren Umgebung von Bonn alleine 5 Objekte, darunter 3 große Höfe, zu einem Gesamtpreis von 21.690 Franken ersteigert. Schon am 23. August 1804 fand er einen Käufer für den ehemaligen Besitz von Kloster Burbach in Oedekoven in der Person des Bäckermeisters Wilhelm Wolf aus Bonn, dessen Familie aus Oedekoven stammte.
Haus Wrede
Der Bäcker Wilhelm Wolf kann nur kurze Zeit der Besitzer von Haus und Land gewesen sein, bis sich die die Apothekerfamilie Wrede aus Bonn zum Kauf dieses herrlich gelegenen Landgütchens in Oedekoven entschloss, dessen Wirtschaftsflächen wohl verpachtet waren.

Im frühen 19. Jahrhundert wird bereits ein Adolf Wrede als Eigentümer eines Grundstücks „Auf der Bonner Straß“ neben einem Nachbarn namens Impekoven aufgeführt, was den Schluss zulässt, dass der Makler Peter Josef Impekoven im Jahr 1804 seine Provision in Form einer Landabtrennung von ehemalig Burbachschen Besitz erhalten hat. Seit dieser Zeit ist die Familie Wrede über mehrere Generationen im Besitz der ehemaligen Liegenschaft von Kloster Burbach.

