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Die Jahre 1800 bis 1825

1802 – vereinigte man durch Gesetz die selbständigen Gemeinden Alfter, Buschhoven, Gielsdorf, Impekoven, Lessenich, Oedekoven und Witterschlick zur Mairie Oedekoven. Als erster Maire von Oedekoven ist Zachäus Zerres bekannt. Der Einwohnerstand im Orte Oedekoven hatte sich seit dem Mittelalter kaum verändert und betrug im Jahre 1808 – 439 Personen.

1806 – endete das Heilige Römische Reich Deutscher Nation

1807 – Das Jahr schien anfänglich für Oedekoven ein gutes Weinjahr zu werden. Im Juli, 8 Tage vor bis 8 Tage nach Johanni, war in der Gemarkung Oedekoven eine frühe Weinlese zu erwarten, bis im August in Gielsdorf und Oedekoven ein schweres Gewitter mit Hagelschlag niederging und die Weingärten verwüstete. Im 17. Jahrhundert hat Oedekoven laut einer kurkölnischen Steuerliste mit 41% den größten Anteil an Weingärten im Vergleich zu Duisdorf, Gielsdorf, Impekoven, Lessenich und Messdorf.

Nachdem der Weinbau in Oedekoven jahrhunderteland eine der Hauptnahrungsquellen der Oedekovener Einwohner gewesen war, nahm die Größe der Weingärten im 19. Jahrhundert stetig ab.

1815 – wurden die Rheinlande von den Siegerstaaten der preussischen Krone zugewiesen. Sicherlich wegen eines ausgesprochenen Mangels an fähigen und durch die französiche Verwaltungszeit unbelasteten Beamten wurde vom Jahre 1815 bis zu Jahre 1833 die weiterhin bestehende Bürgermeisterei Oedekoven in Personalunion vom Bürgermeister der Nachbarbürgermeisterei Poppelsdorf, von Franz Josef Balbino, verwaltet.

1818 – Gründung der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

1819 – Die königliche Regierung in Köln ernannte am 7. März die nachfolgenden Personen zu Mitgliedern des neuen Gemeinderates der Bürgermeisterei Oedekoven. Herr Wilhelm Kretz zu Alfter, Mathias Schmitz zu Birrekoven, Joh. Sieberz zu Ramelshoven, Gerhard Boley zu Witterschlick, Peter Nettekoven und Theodor Faßbender von Oedekoven, Johann Sieberz zu Gielsdorf, Peter Impekoven zu Mesdorf, Hubert Bursel von Oedekoven, und Franz Frings von Buschdorf, zu Mitgliedern des Gemeinderaths.

Die Dorfstraßen von Oedekoven waren, wie die in den meisten Orten des Kreises Bonn, nicht immer in bestem Zustand, und so verfügte der Landrat des Kreises Bonn, Graf von Belderbusch (1816-1820) am 12. März 1819 unter Hinweis aud Strafverfügungen zur Kenntnis der Bürgermeister und Schöffen, die regelmäßig auszuführenden Unterhaltungsarbeiten der Gemeindewege. Da es noch keine Kanalisation gab, wurde ein Teil der Abwässer in die „Sot“ geleitet. Daher musste wegen des Einflusses auf die Gesundheit der Einwohner und wegen der „öffentlichen Wohlanständigkeit“ die Reinigung der Gassenrinnen einmal in der Woche vorgenommen werden.

Ginggasse in Höhe Kapelle um 1900
Repro Hans Metze, Bad Breisig

1822 – Die allgemeine Wasserversorgung in Oedekoven war schon früher nicht ausreichend gewesen, wurde aber durch die allgemein herrschende Trockenheit des Jahres 1822 ein noch dringlicheres Problem, und so entschloss sich Bürgermeister Balbiano zum Bau eines neuen öffentlichen Brunnens in der Staffelsgasse.

Holz war, wie bereits in den vergangenen Jahrhunderten, ein sehr wichtiger Rohstoff für die Gesellschaft, und daher hatte das Forstwesen einen entsprechend hohen Rang. Nach einer Neuorganisation des königlich preußischen Forstwesens wurde vom Landrat des Kreises Bonn verfügt, dass der Unterförster Wild zu Gielsdorf die Hut des Kölner Hospitalbusches zu Oedekoven übernehmen sollte. Holzeinschläge wurden vom Bürgermeister Balbiano im Bonner Wochenblatt bekannt gegeben und dann in den Gastwirtschaften Moritz Virrenbach in Duisdorf, Mathias Langen in Gielsdorf, Jakob Zündorf in Oedekoven und H. Boley in Witterschlick an die Meistbietenden verkauft.